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Crushed! Like love at first sight?

Kurz vorab: Ich werd diesen Blog wie eine Ich-Erzählung schreiben, im Romanstil. Das, was ich hier aufschreibe, ist allerdings - bis auf meine Rumträumereien - ziemlich real. <3 Wie der Name vermuten lässt, ist "7 days of truth and fantasy" ein Lovediary. Ich wünsch euch viel Spaß beim Lesen =D

Eure Play.



How love hit the floor

Um es kurz zu machen: In meinem Denken, Love at first sight - oder auf Deutsch "Liebe auf den ersten Blick" - erwische nur elfjährige Tagträumerinnen, bin ich im letzten Sommer ganz schon auf die Klappe gegangen. Und ich meine wirklich so richtig richtig richtig in die Realität zurückgeholt worden.

Ganz nüchtern und ohne die gehörige Portion Romantikkitsch betrachtet (ohne die ich eigentlich gar nicht kann...), ist es eine Klischeeszene wie aus jeder drittklassigen Highschoolromanze. Neues Schuljahr, neue Schule, neue Leute. Für August war's immer noch wunderbar knackig warm und ich war voller Motivation, als ich zum ersten Mal im ersten Halbjahr der 11 meine neue Schule betreten habe. Und eigentlich lief's auch ganz wunderbar - bis wir in unsere Kurse eingeteilt wurden, in denen wir die ersten Tage verbringen sollten. "Wie in der fünften Klasse", hab ich gedacht. Und es sollte tatsächlich ein bisschen so werden. In der 5 hatte ich mich damals, elfjährig und tagverträumt, auf den ersten Blick in so 'nen Blödmann verguckt, hielt aber Gott sei auf Knien dafür gedankt nicht lange an. Mal außer Acht gelassen, dass ich ihn sowieso nicht die Bohne interessiert habe.

Und nun war ich in meinem neuen Kurs, mit dem Vorsatz, mich endlich nicht mehr als seltsame Außenseiterin abstempeln zu lassen, und in dem ganzen Vorgestelle bemerkte ich, dass immer wieder so ein Boy zu mir rüberschielte. Erst dachte ich mir da nicht groß was bei, aber als ich anfing, ihn zurückzubeobachten, stellte ich ziemlich schnell fest, dass er nicht nur ziemlich knuffig war, sondern dass seine Blicke gar nicht so zufällig sein konnten... ob ich ihn wohl interessierte?

Und dann kam es, wie es kommen musste - dem einen Blick von ihm wich ich nicht schnell genug aus. Es konnten nur Milisekunden gewesen sein, aber der Augenkontakt war da gewesen... und so blöd das auch klingen mag, seitdem geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Er hatte mich damals mit einem Blick schlagartig in seinen Bann gezogen und ich frage mich bis heute, wie er das geschafft hat. Eigentlich wollte ich mich nie mehr auf den ersten Blick verlieben und ich war sicher, dass ich aus dem Alter auch raus war - immerhin bin ich jetzt in der Oberstufe und keine kleine naive Fünftklässlerin mehr.

Aber Schicksal plant seine eigenen Geflechte und ich bin schon länger ein willkommener Spielball für unausgegorene Versuchsideen...

Und so war R. also in mein Leben geschneit.



Heart crashed stonewall

August war zu meinem Lieblingsmonat geworden. Ich war zwar nicht unbedingt weniger schüchtern geworden, aber immerhin hatte ich nun morgens einen Grund zum Aufstehen: R., dem ich von nun an jeden Tag von Montag bis Freitag über den Weg laufen konnte. In der ersten Zeit und dank der Desorientierung meinerseits kam es zwar gehäuft vor, dass ich ihn dabei fast umnietete, aber das bekam ich verglichen schnell in den Griff.

Was ich allerdings nicht unter Kontrolle bekam, waren mein seltsames Benehmen, sobald er in Sichtweite kam. Den ersten Eindruck hatte ich ohnehin mühelos vergeigt - schon mal versucht, ein von Kopf bis Fuß schüchternes Mädchen in 'ne Gruppe lauter ihr unbekannter Menschen zu schubsen? Fürchterlich. Ich wusste gar nicht wohin mit meinen Händen, wo ich hinsehen konnte, wie ich möglichst unauffällig davonkam... Im Nachhinein betrachtet, war ich vor 'nem halben Jahr wirklich noch recht sonderbar.

Was er von mir gedacht haben mochte, will ich lieber gar nicht wissen. Vielleicht war es ganz gut, dass Ende August seine Freundin in der Schule auftauchte - der Schock meines (chaotischverträumten Liebes-)Lebens. Meine Reaktion nach einem dementsprechend ziemlich verkorksten Tag war Rückzug vom Schlachtfeld. Ich ging ihm aus dem Weg, wo ich nur konnte, was sich als gar nicht so schwierig herausstellte. Wir hatten praktisch keinen gemeinsamen Kurs und nachdem ich raus hatte, wo er in den Pausen antreffbar war und wo nicht, hielt ich mich immer an den Plätzen auf, die er krampfhaft mied.

Nach den Herbstferien war mein Herz weitesgehend verheilt.

Und damit könnte die Story eigentlich ad acta gelegt sein.

Eigentlich.

Im Oktober gab es da ein kurzlebiges Strohfeuer, aber wie Strohfeuer nun mal so sind: Hell lodernd, aber genauso schnell zu Asche gebrannt, wie sie entfacht wurden. Mit dem Strohfeuer konnte das eigentliche Begehren natürlich auch nicht überdeckt werden... Das Ende vom Lied: Ende Oktober begegnete ich R. wieder häufiger, durch dumme Zufälle oder auf dem Weg zu den Unterrichtsräumen.

Und dann hatte ich diese dumme Idee, an der ich blöderweise ziemlich schnell Gefallen fand... ich verrate nicht, was ich gemacht hab, nur soviel: die wunderbare Erfindung Internet hat eine tragende Rolle gespielt. Ich kam an Details - Details über ihn, die ich mir teils zusammenreimte und teils auf meine ganz eigene Methode herausfand. Ich wurde immer besser im Detektivspielen und meine Verdachte und Mutmaßungen bestätigten sich nach und nach.

Nun wusste ich, was ich hatte wissen wollen. Im Herbst habe ich, blöd wie ich nun mal leider Gottes bin, eine Gesprächchance verstreichen lassen, aber ich hatte jetzt wenigstens 'ne Ahnung von dem, über was ich mit ihm reden konnte... wenn es denn noch einmal zu einem Gespräch kommen würde.

Hätte ich damals schon geahnt, was für Fortschritte ich im Winter machen würde in Punkto "ihm näher kommen", ich hätte mich wahrscheinlich viel eher darauf konzentriert, das Ganze lockerer zu sehen und wäre nicht so verdammt verbissen darauf gewesen, endlich zu beweisen, dass ich sehr wohl keine dumme Zicke war, für die er mich ja nach meinen ganzen Eskapaden im charakterlichen Bereich halten musste...


[...To Be ConTinueD...]

12.2.08 20:38
 


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